
Vor einigen Wochen oder Monaten – so genau lässt sich das jetzt nicht mehr sagen – hat uns hier in Rotorua für eine Woche Tina besucht, eine deutsche Studentin, die momentan eine Art Praxissemester in einem anderen Children’s Health Camp (in Whangarei) macht. Wir hatten ihr hier die ganze Gegend gezeigt, sie zum feiern mitgenommen und waren auch dabei, als sie sich bei einem der Ausflüge an die Seen das Knie aufschlug, dass dann später genäht werden musste – aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls stand schnell fest, dass auch wir sie irgendwann bevor sie wieder abreist noch einmal besuchen werden (allein schon, weil wir die Woche dann nicht arbeiten müssten…).
Schon länger geplant sollte es dann schließlich am Freitag, dem 4.12.2007, so weit sein. In der Früh wurden wir von einer Mitarbeiterin und ihrem Freund abgeholt, die ihre Familie im Norden besuchen wollten. Wer bei Google Maps einmal nach Rotorua und einmal nach Whangarei sucht, wird schnell feststellen, dass man da schon ein wenig fährt. Nach 6 oder 7 Stunden waren wir dann also da. Wir wurden am Information Center (jede Stadt hat dafür so ein kleines Häuschen, auch i-side genannt) von unserer Mitfahrgelegenheit ausgesetzt, haben noch einmal vergeblich versucht Tina anzurufen und standen dann im Regen mitten in Whangarei und wussten nicht so richtig wo hin. Naja egal, sind dann einfach mal in ne Richtung gelaufen, die uns vernünftig vorkam, sollten wir jemandem begegnen, konnten wir ja auch fragen. Auf halbem Weg hat uns Tina dann mit dem Auto aufgelesen. Haben dann erst einmal das Nötigste eingekauft. Schnaps und Bier. Der erste Abend im Maunu Children’s Health Camp war also gesichert. Am nächsten Morgen hat Tina uns noch das Camp und das Gelände gezeigt. Wir waren ziehmlich begeistert, da es unser Camp bei weitem übertraf. Danach haben wir dann so langsam bei den Vorbereitungen für Tinas Abschiedsparty geholfen. Ihre Abschiedsparty vom Camp, da sie in absehbarer Zeit mit ihrem Praktikum hier fertig war. Am Abend wurde dann natürlich getrunken, gefeiert, gepockert und später auch durch die Clubs gezogen. Auch hier in Whangarei gab es nur 2 richtige Clubs das „Heaven“ und das „Danger“ (huuuu… ^^). Natürlich wieder nur Hip Hop und RnB. Egal, ist man ja nicht anders gewohnt und besoffen spack ich inzwischen auch dazu ab.
An den nächsten Tagen sind wir dann losgezogen um die weite

nördliche Welt zu erkunden. Auch haben wir einiges von Whangarei selber gesehen, wie die Whangarei Falls und die künstlich angelegten aber dennoch sehr schönen „Subtropischen Gärten“ (siehe rechts) und haben den Ausblick über die Stadt von einem der umliegenden Berge genossen. Wir sind die Küstenlinien abgefahren und haben dabei einige wirklich schöne Gegenden gesichtet. Das Wetter hat leider nicht so mitgespielt, wie wir es gerne hätten und so hat es die ganze Woche weiterhin geregnet L – mit Ausnahme des letzten Tages. Neben vielen Stränden waren wir auch auf den Spuren eines Höhlensystems. Nach langer Suche haben wir es schließlich gefunden.

Der niedrige Eingang ging vom Tageslicht augenblicklich in nachtschwarz über. Zudem war der Lehmboden, der den schmalen Weg neben dem Fluss bildete, der in die Höhle hinabführte, wegen dem langem Regen so glitschig, dass wir uns dazu entschieden haben erstmal durch den Wald zu wandern und nach einem anderen Eingang zu suchen. Haben wir nicht gefunden. Auf dem Rückweg sind Max und ich dann also doch noch hinab gestiegen. Nach einigen Minuten hatten sich unsere Augen dann auch an die Dunkelheit gewöhnt und wir konnten uns einigermaßen sicher bewegen. Die Aktion wurde belohnt: Nicht nur die Höhle an sich war ein wunderbarer Anblick mit ihren Stalagmiten und ihrem unterirdischen Minisee, denn wenn man mitten im Dunklen am Wasser stand und dann nach oben geguckt hat, dann konnte man in einer Felsspalte in der Decke einen Sternenhimmel aus Glühwürmchen sehen. Wenn man Gummistiefel dabei hat, kann man durch das flache Wasser wohl auch noch weiter in das Höhlensystem hinein, aber wie das natürlich so ist, hatten wir weder Gummistiefel noch Taschenlampen mitgenommen… . Abends haben wir dann meist Billard gespielt, was getrunken oder uns vom Camp die PS2 rüber geholt und dann Buzz oder Eye Toys gespielt.

Am letzen Tag, dem Donnerstag, ist dann auch endlich die Sonne etwas durchgekommen. Wir haben die Gelegenheit genutzt und sind noch einmal losgezogen, um neue Strände zu erkunden. Gefunden haben wir einen Bilderbuch-Strand, der an Schönheit alle anderen Strände die ich (bis jetzt) gesehen hab übertraf. Es war eine Bucht, wie man sie auch in einem Reiseführer wieder finden könnte. Die Bilder werden das (wie immer) leider nicht so schön wieder geben können, aber es war wirklich chillig dort. Ein kleiner Weg führte uns auch zu der benachbarten Bucht, die ansonsten durch hohe Felsen abgetrennt war. Erstaunlich war der Kontrast: Während die erste Bucht so Idyllisch war, fegte in der zweiten der Wind die Brandung gegen die Felsen und anstatt eines feinen Zuckersandstrandes gab es hier einen Kiesstrand, der manchmal von den Felsen der zerklüfteten Küstenlinie unterbrochen wurde.
Dieser Tag hatte das schlechte Wetter der vorigen Tage wirklich mehr als entschädigt.Alles in allem eine sehr schöne (und vor allem arbeitsfreie) Woche mit einigen neuen Impressionen von Neuseeland.
Hier ein Foto von einem neuseeländischem Kindersoldaten-Boot-Camp









