Dienstag, 18. Dezember 2007

Whangarei

Vor einigen Wochen oder Monaten – so genau lässt sich das jetzt nicht mehr sagen – hat uns hier in Rotorua für eine Woche Tina besucht, eine deutsche Studentin, die momentan eine Art Praxissemester in einem anderen Children’s Health Camp (in Whangarei) macht. Wir hatten ihr hier die ganze Gegend gezeigt, sie zum feiern mitgenommen und waren auch dabei, als sie sich bei einem der Ausflüge an die Seen das Knie aufschlug, dass dann später genäht werden musste – aber das ist eine andere Geschichte. Jedenfalls stand schnell fest, dass auch wir sie irgendwann bevor sie wieder abreist noch einmal besuchen werden (allein schon, weil wir die Woche dann nicht arbeiten müssten…).
Schon länger geplant sollte es dann schließlich am Freitag, dem 4.12.2007, so weit sein. In der Früh wurden wir von einer Mitarbeiterin und ihrem Freund abgeholt, die ihre Familie im Norden besuchen wollten. Wer bei Google Maps einmal nach Rotorua und einmal nach Whangarei sucht, wird schnell feststellen, dass man da schon ein wenig fährt. Nach 6 oder 7 Stunden waren wir dann also da. Wir wurden am Information Center (jede Stadt hat dafür so ein kleines Häuschen, auch i-side genannt) von unserer Mitfahrgelegenheit ausgesetzt, haben noch einmal vergeblich versucht Tina anzurufen und standen dann im Regen mitten in Whangarei und wussten nicht so richtig wo hin. Naja egal, sind dann einfach mal in ne Richtung gelaufen, die uns vernünftig vorkam, sollten wir jemandem begegnen, konnten wir ja auch fragen. Auf halbem Weg hat uns Tina dann mit dem Auto aufgelesen. Haben dann erst einmal das Nötigste eingekauft. Schnaps und Bier. Der erste Abend im Maunu Children’s Health Camp war also gesichert. Am nächsten Morgen hat Tina uns noch das Camp und das Gelände gezeigt. Wir waren ziehmlich begeistert, da es unser Camp bei weitem übertraf. Danach haben wir dann so langsam bei den Vorbereitungen für Tinas Abschiedsparty geholfen. Ihre Abschiedsparty vom Camp, da sie in absehbarer Zeit mit ihrem Praktikum hier fertig war. Am Abend wurde dann natürlich getrunken, gefeiert, gepockert und später auch durch die Clubs gezogen. Auch hier in Whangarei gab es nur 2 richtige Clubs das „Heaven“ und das „Danger“ (huuuu… ^^). Natürlich wieder nur Hip Hop und RnB. Egal, ist man ja nicht anders gewohnt und besoffen spack ich inzwischen auch dazu ab.
An den nächsten Tagen sind wir dann losgezogen um die weite nördliche Welt zu erkunden. Auch haben wir einiges von Whangarei selber gesehen, wie die Whangarei Falls und die künstlich angelegten aber dennoch sehr schönen „Subtropischen Gärten“ (siehe rechts) und haben den Ausblick über die Stadt von einem der umliegenden Berge genossen. Wir sind die Küstenlinien abgefahren und haben dabei einige wirklich schöne Gegenden gesichtet. Das Wetter hat leider nicht so mitgespielt, wie wir es gerne hätten und so hat es die ganze Woche weiterhin geregnet L – mit Ausnahme des letzten Tages. Neben vielen Stränden waren wir auch auf den Spuren eines Höhlensystems. Nach langer Suche haben wir es schließlich gefunden. Der niedrige Eingang ging vom Tageslicht augenblicklich in nachtschwarz über. Zudem war der Lehmboden, der den schmalen Weg neben dem Fluss bildete, der in die Höhle hinabführte, wegen dem langem Regen so glitschig, dass wir uns dazu entschieden haben erstmal durch den Wald zu wandern und nach einem anderen Eingang zu suchen. Haben wir nicht gefunden. Auf dem Rückweg sind Max und ich dann also doch noch hinab gestiegen. Nach einigen Minuten hatten sich unsere Augen dann auch an die Dunkelheit gewöhnt und wir konnten uns einigermaßen sicher bewegen. Die Aktion wurde belohnt: Nicht nur die Höhle an sich war ein wunderbarer Anblick mit ihren Stalagmiten und ihrem unterirdischen Minisee, denn wenn man mitten im Dunklen am Wasser stand und dann nach oben geguckt hat, dann konnte man in einer Felsspalte in der Decke einen Sternenhimmel aus Glühwürmchen sehen. Wenn man Gummistiefel dabei hat, kann man durch das flache Wasser wohl auch noch weiter in das Höhlensystem hinein, aber wie das natürlich so ist, hatten wir weder Gummistiefel noch Taschenlampen mitgenommen… . Abends haben wir dann meist Billard gespielt, was getrunken oder uns vom Camp die PS2 rüber geholt und dann Buzz oder Eye Toys gespielt. Am letzen Tag, dem Donnerstag, ist dann auch endlich die Sonne etwas durchgekommen. Wir haben die Gelegenheit genutzt und sind noch einmal losgezogen, um neue Strände zu erkunden. Gefunden haben wir einen Bilderbuch-Strand, der an Schönheit alle anderen Strände die ich (bis jetzt) gesehen hab übertraf. Es war eine Bucht, wie man sie auch in einem Reiseführer wieder finden könnte. Die Bilder werden das (wie immer) leider nicht so schön wieder geben können, aber es war wirklich chillig dort. Ein kleiner Weg führte uns auch zu der benachbarten Bucht, die ansonsten durch hohe Felsen abgetrennt war. Erstaunlich war der Kontrast: Während die erste Bucht so Idyllisch war, fegte in der zweiten der Wind die Brandung gegen die Felsen und anstatt eines feinen Zuckersandstrandes gab es hier einen Kiesstrand, der manchmal von den Felsen der zerklüfteten Küstenlinie unterbrochen wurde.

Dieser Tag hatte das schlechte Wetter der vorigen Tage wirklich mehr als entschädigt.Alles in allem eine sehr schöne (und vor allem arbeitsfreie) Woche mit einigen neuen Impressionen von Neuseeland.



Hier ein Foto von einem neuseeländischem Kindersoldaten-Boot-Camp


Mittwoch, 17. Oktober 2007

Tag 7 – Freitag, 10.08.07

Erst einmal die letzte Englisch-Stunde hinter mich gebracht. Wir hören hier in NZ immer wieder „sweet ass!“, was uns am Anfang doch ziemlich irritiert hat (You know what I mean? ;-) )! Dann haben wir erfahren, dass es „sweet as!“ heißt (wird aber genau so gesprochen, also swiit ääs; „sweet ass“ wird swiit aas gesprochen) und so viel heißt wie „well done!“. Egal. Englisch-Unterricht ist ja vorbei. Und was jetzt? Richtig: Rafting! //
Heute waren wir rafting (auf deutsch „raften“? Kein Ahnung). Wenn ich mich richtig erinnere waren wir 2 Stunden auf dem Fluss. Während die Landschaft mit steilen Hängen und zahllosen Wasserfällen das Flussbett begrenzte, sorgten die vielen Stromschnellen (so eine Art Mini-Wasserfall, ich kenn den richtigen Namen dafür nicht) dafür, dass uns nie langweilig wurde. Das Wasser war nicht besonders warm, da hier ja Winter ist, was uns aber nicht davon abhalten konnte in einen der ruhigeren Abschnitte (so genannte swimming pools) reinzuspringen. Als sich unsere Fahrt dem Ende näherte, verschwanden allmählich die Hänge zu unseren Seiten und wir kamen noch an einigen Anglern vorbei. Anschließend konnten wir uns noch in einer heißen Quelle aufwärmen. //

Wieder im Motel geht es auch schon kurz danach weiter in eine Karaoke-Bar zur Abschiedsfeier (morgen brechen wir in alle Himmelsrichtungen auf und verteilen uns über das Land, dann starten die Projekte). Diese Karaoke-Bar war dann eher eine Art Restaurant als eine Bar, dafür hatten wir es aber für uns alleine. Getränke gab es kostenlos. An die Rückfahrt kann ich mich auch nicht mehr erinnern. Soll aber alles ganz toll gewesen sein ^^.


Tag 6 – Donnerstag, 09.08.07

Moin moin! Der Tag begann wieder mit der obligatorischen Englisch-Stunde. Später ging es dann in die Stadt „Taupo“, wo wir Zeit zum Shoppen (besonders Max musste einiges holen), für Bankgeschäfte und für Internetcafes hatten. Da ich in ein paar Tagen aber eh in mein Projekt komme, wo ich umsonst ins Internet kann, hab ich mir lieber die Stadt angeguckt und mir mit Tim, Sven und Sebastian ne Kiste Bier gekauft. Obwohl uns gesagt wurde, dass wir mit unserem Perso oder Führerschein einkaufen könnten, wollten die Verkäufer unseren Reisepass sehen, den wir natürlich nicht dabei hatten (selbst eine Kopie davon wurde nicht akzeptiert). Wir haben dann kurz eine unserer Begleiterinnen angerufen und ihr davon erzählt. Ihre Reaktion: >Wait a minute. I’ll be there.< Später haben wir uns dann mit dem Bier zu viert vor dem Fernseher n schönen Abend auf unserem Zimmer gemacht. – Die Kiwis legen sich schon um 20:00Uhr(!) schlafen. Hier ist zwar gerade Winter, was bedeutet, dass es hier auch gerade recht früh dunkel wird, aber die gehen wohl auch im Sommer so früh in die Heia.

Tag 5 – Mittwoch, 08.08.07

Kia ora! Das ist Maori und heißt so viel wie >Hallo<>Tschüß<. Ist also so etwas ähnliches wie Aloa. Der Tag begann mit einem gemütlichen Frühstück und einer kleinen English-Lesson wie in der 5. Klasse. Hab trotzdem noch ein paar Sachen gelernt die ich nicht wusste… . // Danach sind wir mit dem Bus in ein anderes Environmental Project gefahren, in dem später auch zwei von uns Freiwilligen arbeiten werden, um dort dann ein bisschen um den Bergsee, durch den Wald zu wandern und ein bisschen was über die Arbeit der örtlichen Naturschützer zu erfahren. Der Wald hat dann mit seinen großen Bäumen und dem Moos und den Wurzeln überall ein bisschen an Jurassic Park erinnert. // Zurück in unserem Motel lernen wir ein bisschen Maori-Sprache. Der Abend füllt sich dann mit Billard, Franzosen-Spielen, Nachtschwimmen und einem persönlichen Gespräch über unser zukünftiges Projekt.

Tag 3 – Montag, 06.08.07

Nachdem wir unsere Koffer nach einem ausgiebigem Frühstück mit den Maori (die sich übrigens wesentlich gesünder ernähren als der Rest der Kiwis) wieder im Anhänger verstaut haben, verlassen wir das Marae und machen uns auf den Weg zu einem Environmental Project. Die Fahrt lang sieht man eine bildschöne Landschaft die an eine schottische Hügellandschaft erinnert. Ab und zu stehen ein paar einsame Schafe auf den recht steilen Hügel-Hängen. Als wir uns dem Projekt nähern, beginnt sich die Landschaft schlagartig zu wandeln. Die Hügel sind plötzlich mit allerlei Urwald-Gewächs überzogen. Diese Gegend hier wird Gideons Field genannt.// Am anderen Ende dieses Mini-Regenwaldes angekommen wird uns ein bisschen was über die Geschichte und die Funktion des Projekts erzählt. Anscheinend kommen hier immer irgendwelche Ländergruppen her und pflanzen dann einen Baum. - Was musste ein Mann im Leben noch getan haben? Ein Haus bauen, Kinder in die Welt setzen und einen Baum pflanzen? Dann kann ich ja jetzt schon einmal was abhaken. Großartig. – Nachdem wir dann also einen Frauenbaum und einen Männerbaum vergraben haben, sind wir dann einem kleinen Pfad entlang eines Flusses gefolgt, bis wir flussaufwärts dann einen berauschenden Wasserfall erreichten. Ich weiß jetzt nicht mehr genau wer das war (glaube mal es war Benni), der meinte, dass es von diesen Bilderbuch-Wasserfällen wohl eh nur 1-2 geben wird - Is zum Glück nicht so. Man findet solche Sachen hier überall. Dieser Wasserfall ist nicht annähernd einer der berühmten und trotzdem schon eine Sache für sich. Kamera hatte ich natürlich nicht dabei. Aber ich hab wieder mit anderer Leute Kameras fotografiert, so dass ich euch trotzdem mit schönen Impressionen verwöhnen kann. Höhepunkt des Moments: In diesem Halb-Regenwald am Wasserfall konnte man im Hintergrund sehen, wie mitten im Dschungel eine Herde Kühe herumlatscht (Da ist es wieder – unser europäisches Element). // Später am Tag haben wir dann alle Handys bekommen, mit denen wir uns gegenseitig umsonst anrufen können. Obwohl wir sonst nichts mit den Handys machen konnten (sms verschicken oder andere anrufen) können wir angerufen werden/sms empfangen. Das tolle war, dass noch nicht alle Handys für alles gesperrt waren. Ich hatte dann also noch kurz die Gelegenheit zuhause anzurufen. //

Der nächste Programmpunkt für heute war das Jet-Boot-fahren. Es begann ziemlich enttäuschend in einem lang gezogenen Tümpel zwischen ein paar Weiden. Doch nach ein, zwei Ecken wandelte sich die Landschaft abermals in diese irre Dschungel-Gegend. Die Geschwindigkeit und die Spins, die das Boot zwischendurch machte trugen ihr übriges dazu bei die Spritztour zu einem Erlebnis zu machen. //



Am Abend fuhren wir dann nach Rotorua (jopp, in der Stadt ist auch mein Projekt), wo wir auf einer groß angelegten Touriveranstaltung, genannt Mitai, so genanntes „Ground cooked food“ (auf maori „Hangi“) zu uns nahmen. Bis das Essen fertig war, gab es eine Zurschaustellung einiger Maori-Traditionen. Die Maori waren alle sehr jung und schnell wurde vielen von uns klar, dass dies eine reine Tourishow ist um Geld zu machen. Mit Traditionen hatten diese Leute wirklich gar nichts am Hut. Da realisierten dann viele erst, was wir da wirklich hatten, als wir zur offiziellen Begrüßung in Neuseeland ins Marae eingeladen wurden. // [23:30] Übermüdet und kaputt kommen wir dann endlich in dem Motel an, in dem wir die Seminar-Zeit verbringen werden. Jeweils zu zweit ein Zimmer, Badezimmer ist drinnen und das geilste: Das Motel ist um eine heiße Quelle umzugebaut, sodass in der Mitte eine Pool steht in dem immer (sehr) warmes Wasser ist. Nicht so geil: während der Fahrt heute muss sich irgendwo der Gepäckwagen geöffnet haben. Max (der Typ, der mit mir in meinem Projekt ist) und eines der Mädchen, Annette, haben ihr komplettes Gepäck verloren. Max hatte zum Glück die ganzen Elektrogeräte bei sich im Bus, aber sämtliche Klamotten usw. sind futsch. Doof.


Tag 4 – Dienstag, 07.08.07

Das Frühstück verpennt geht es gleich los mit einer ziemlich ausführlichen Einführung in die Kiwi-Kultur und ihre Geschichte. Dann sollten wir noch unsere Erwartungen an das Jahr auf einen lebensgroßen Umriss unserer selbst niederschreiben, damit wir das dann nach einem Jahr vergleichen können. Olivier, der Chef vom deutschen ICJA hatte angeordnet, dass die deutschen in das Army Museum von NZ fahren müssen. Toll. Da wurde uns bösen Deutschen dann erzählt, dass Krieg ganz doll doof ist. Naja, jedenfalls war die Landschaft auf der Fahrt ziemlich cool. So ein Zwischending zwischen Steppe und Wüste. Und dann erst die Rückfahrt. Selbe Strecke, andere Farbe. Alles war weiß. Es hat geschneit. Und weil wir das so toll fanden hat der Busfahrer auch für uns angehalten damit wir im Schnee spielen konnten. Wie alt waren wir noch gleich^^? Und was macht man danach? Jepp, man nimmt ein heißes Bad. Nur dass wir dieses in der heißen Quelle des Hotels unter freiem Himmel genommen haben. Man, ihr hättet dabei sein müssen! In Neuseeland gibt es viele dieser heißen Quellen in denen man baden kann. Ich hab dann noch mit ein paar Leuten bei einem Bierchen Billard gespielt. Wir haben den Abend dann noch mit einem Spieleabend im Zimmer der Franzosen ausklingen lassen.

Tag 2 - Sonntag, 05.08.07

Am nächsten Morgen bin ich dann wieder fit. Beim Rausgehen fällt mir auf, dass einem alles in diesem Land stets ein bisschen vertraut vorkommt. Nur stimmet immer irgendwas nicht. Überall findet man diese europäischen Elemente. Ich pack alles zusammen, da wir die nächste Nacht an einem ganz besonderen Ort verbringen werden. Das Frühstück ist so fürchterlich fettig wie erwartet – das heißt: nein, so fettig hab ich es mir nicht vorgestellt. Wüstchen, Eier, Speck, Toast usw. Gestern hatte ich einen tollen, stylischen Rucksack und das Seminar-Programm (das sich natürlich ausnahmslos niemand durchlas) bekommen. Als dieses Programm dann startete stellte sich schnell heraus, dass wir das Seminar über Vollzeittouristen sind. Es ging zum Mount Maunganui. Ein kleiner Berg, um den wir herum wanderten. Was man da gesehen hat war einfach nicht in Worte zu fassen. Die Bilder werden es leider auch kaum so imposant wieder geben können. – An dieser Stelle fragt ihr euch natürlich >Bilder?<. Und die Frage ist berechtigt! Natürlich hab ich meine Digicam im Koffer gelassen. Aber ich werde mir die Bilder von den anderen holen, mit deren Kamera ich dann fotografiert habe. – Lasst euch einfach gesagt sein: Die Gegend war großartig! Jedes Mal, wenn man um eine Ecke bog wurde es noch ein Stück besser. Allein dafür hat sich der Trip schon gelohnt. // Später geht’s dann nach einer kurzen Einweisung in den Maori Verhaltenskodex zu einer besonderen Begrüßung in einem Marae. – Die Maori sind die neuseeländischen Ureinwohner. Des, der Chef vom Supa Travel Exrepess, der im Auftrag vom ICYE unser Programm gestaltet hat, ist übrigens auch einer. Das Marae ist ein besonderes und heiliges Versammlungshaus. – Diese Begrüßung wird für Touristen nicht durchgeführt und ist, so wurde uns gesagt, ein besonderes Privileg, das die Exchangees genießen können. Die Begrüßung geschah auf eine traditionelle Art, wie die Stämme sich untereinander begrüßten und es noch heute tun. Wir mussten vorher eine Art Häuptling ernennen (normalerweise begrüßen sich so halt zwei Stämme), der sich dann mit den Dorfältesten (Häuptling, Redeführer usw.) unterhält und so unser Gespräch mit den Maori einleitet. Die Nacht über haben wir dann direkt in dem Marae geschlafen.


Tag 1 in Neuseeland – Samstag, 04.08.07

Die Hinfahrt (wohin auch immer) war bereits großartig. Nachdem wir die Flache Landschaft von Auckland hinter uns gelassen haben, schlängelt sich die Straße durch die hügelige Gegend entlang eines rauschenden Baches/Flusses, wie man ihn sich in einem amerikanischen Reservoir vorstellt. Selbstverständlich habe ich die Kamera sicher in einem der Koffer verstaut, um nicht unnötig Speicherplatz mit Bildern von der wundervollen, paradiesischen Landschaft zu verschwenden. So kann der Digicam nichts passieren und die Akkus werden auch geschont. Und weil ich das so großartig finde meine Kamera so behutsam im Koffer zu schonen, entscheide ich mich natürlich auch in den nächsten Tagen bei absolut jedem tollen Naturereignis sie dort zu lassen! Bilder von spektakulären Erlebnissen werden heutzutage ja so überbewertet! // Da ich im Flugzeug nicht viel geschlafen hab gönn ich mir dann im Auto zwischendurch mal ne Mütze Schlaf. Bei einem Zwischenstopp erfahr ich dann, dass man in NZ kein Trinkgeld gibt. // Irgendwann kommen wir dann in Tauranga an in einem Büro, das sich der ICYE (meine Austausch Organisation) und der Supa Travel Express teilen. Ich lern die ersten der insgesamt 28 internationalen Exchangees aus 10 unterschiedlichen Ländern kennen und hab Gelegenheit die erste und vorerst auch einzige E-Mail zu schreiben. // Bin tot müde und lass mich zum Backpacker fahren, wo ich mich (inzwischen ist es 17:00Uhr) auch gleich schlafen lege. Zwischendurch wach ich auf und sehe, wie einige vertraute Gesichter, deutsche FSJ’ler, gerade angekommen sich gleich in mein Zimmer mit einnisten. Das Abendbrot verschlaf ich.
Der Backpacker

Samstag, 29. September 2007

Die Ankunft >Dummheit<

[05:30 NZ-Zeit] Ausgestiegen und erstmal den chicken Flughafen von Aotearoa(! So nennen die Maori NZ) bestaunt. Sehr viele Pflanzen und andere, noch größere Blumen und Verzierungen überall. Beim Auschecken hab ich dann einen Stempel in meinen Reisepass bekommen. Später soll sich herausstellen, dass das jetzt mein Visum ist. Toll. Hab ich jetzt ehrlich gesagt mehr von erwartet. Egal. // An dem Gepäck-Fließband warten. Merken, dass ich am falschen Band stehe. Schämen. Band wechseln. Wieder warten. Gepäck nehmen. Freuen. Überlegen. Realisieren. Ärgern. Mantel im Flugzeug gelassen. Jepp, Kolja auf Reisen… . Gepäckservice funkt kurz durch. Ja, ich hab natürlich Glück. Die Crew hat soeben das Flugzeug verlassen und niemand hat den Schlüssel gesehen. Müssen wir also auf die Putzkolonne warten. >In einer Stunde<>No<>Welcome to New Zealand<. Ganz großes Damen-Tennis – Und schon bin ich frei. Ich soll den Travel-Typen beim McDoof treffen. Ist natürlich nicht mehr da. Klasse. Nach ner Weile warten ruf ich ihn einfach noch mal an. Er hat inzwischen irgendwo nach mir gesucht. War aber sehr gelassen und freundlich, was, wie ich später festgestellt habe, eine typische Kiwi-Eigenschaft ist. Ab in den Wagen und los geht’s.