Mittwoch, 17. Oktober 2007

Tag 2 - Sonntag, 05.08.07

Am nächsten Morgen bin ich dann wieder fit. Beim Rausgehen fällt mir auf, dass einem alles in diesem Land stets ein bisschen vertraut vorkommt. Nur stimmet immer irgendwas nicht. Überall findet man diese europäischen Elemente. Ich pack alles zusammen, da wir die nächste Nacht an einem ganz besonderen Ort verbringen werden. Das Frühstück ist so fürchterlich fettig wie erwartet – das heißt: nein, so fettig hab ich es mir nicht vorgestellt. Wüstchen, Eier, Speck, Toast usw. Gestern hatte ich einen tollen, stylischen Rucksack und das Seminar-Programm (das sich natürlich ausnahmslos niemand durchlas) bekommen. Als dieses Programm dann startete stellte sich schnell heraus, dass wir das Seminar über Vollzeittouristen sind. Es ging zum Mount Maunganui. Ein kleiner Berg, um den wir herum wanderten. Was man da gesehen hat war einfach nicht in Worte zu fassen. Die Bilder werden es leider auch kaum so imposant wieder geben können. – An dieser Stelle fragt ihr euch natürlich >Bilder?<. Und die Frage ist berechtigt! Natürlich hab ich meine Digicam im Koffer gelassen. Aber ich werde mir die Bilder von den anderen holen, mit deren Kamera ich dann fotografiert habe. – Lasst euch einfach gesagt sein: Die Gegend war großartig! Jedes Mal, wenn man um eine Ecke bog wurde es noch ein Stück besser. Allein dafür hat sich der Trip schon gelohnt. // Später geht’s dann nach einer kurzen Einweisung in den Maori Verhaltenskodex zu einer besonderen Begrüßung in einem Marae. – Die Maori sind die neuseeländischen Ureinwohner. Des, der Chef vom Supa Travel Exrepess, der im Auftrag vom ICYE unser Programm gestaltet hat, ist übrigens auch einer. Das Marae ist ein besonderes und heiliges Versammlungshaus. – Diese Begrüßung wird für Touristen nicht durchgeführt und ist, so wurde uns gesagt, ein besonderes Privileg, das die Exchangees genießen können. Die Begrüßung geschah auf eine traditionelle Art, wie die Stämme sich untereinander begrüßten und es noch heute tun. Wir mussten vorher eine Art Häuptling ernennen (normalerweise begrüßen sich so halt zwei Stämme), der sich dann mit den Dorfältesten (Häuptling, Redeführer usw.) unterhält und so unser Gespräch mit den Maori einleitet. Die Nacht über haben wir dann direkt in dem Marae geschlafen.